Die Entwicklung eines Pfitzer-Wacholders (Teil I)

Schon lange habe ich den 2007 gepflanzten Juniperus pfitzeriana unter Beobachtung und spielte mit dem Gedanken, aus ihm irgendwann einen Bonsai zu gestalten. In einer Gartenbaumschule 2005 erstanden, konnte der Wacholder nun 7 Jahre lang ungestört im Freiland wachsen. Am vergangenen Freitag kam mir spontan die Idee, den Baum auszubuddeln, um ihn in einem Topf vorerst einmal weiter zu kultivieren. Bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen bei uns im Saarland, machte ich mich mit einem Kollegen daran, den Baum auszugraben. Dies ging schneller als wir dachten. Dadurch, dass der Baum im Vorgarten in einer dafür vorgesehenen Abgrenzung  die nicht sehr tief war saß, war er ganz leicht herauszubekommen. Er saß quasi wie auf einem Felsen und ließ sich, rundherum abgestochen, in nur 15 minütiger Arbeit herausheben. Wir pflanzten ihn in einen dafür vorbereiteten Topf mit Bimskies. Ich verwendete reinen Bimskies, da die Erfahrung mir zeigte, dass in diesem Substrat ausgegrabene Bäume am besten wieder anwachsen und vor allem gesunde Wurzeln bilden. Nach dem Einpflanzen in einen für den Baum angemessenen Topf, machte ich mich daran, den Wacholder von toten und für die Gestaltung unwichtige Äste zu entfernen. Danach konnte ich bereits  sehen, welches Potential in dem Baum steckt und das sich das Ausgraben gelohnt hatte. Der Stamm war nach den 7 Jahren Freilandkultur um das Zweifache dicker geworden und der Baum hat nach beiden Seiten eine schöne Bewegung um daraus die Krone zu formen. Ich werde mich wahrscheinlich für die rechte Seite entscheiden und daraus die Krone gestalten. Der linke Bereich wird dann als Totholz bearbeitet. Aber dies ist eine andere Geschichte und muss noch bis zum nächsten Jahr warten. Bis dahin wird der Wacholder gehegt und gepflegt um gut anzuwachsen. Ich werde auf jeden Fall an dieser Stelle über die weitere Entwicklung des Baumes berichten.















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